rgendwo las ich gestern, dass irgendwer irgendwelche nachgelassenen Tonbänder von Falco ausgegraben und veröffentlicht hätte. Ach so …
Heute fiel mir dann beim Blick durchs Plattenregal dieses Cover hier auf:
Kann sein, dass ich spinne, aber ich muss immer wieder lachen. Dem portugiesischen Betrachter wird es nicht auffallen, aber für mich ist das auf dem Plattencover Udo Lindenberg und nicht der geniale König des Westgoten-Funk. In Kombination dazu lese ich jedes Mal anstatt »Palco« erst einmal »Falco« und frage mich, wer das Zeug in meinen Plattenschrank gestellt hat.
Erst im dritten Anlauf erkenne ich dann (und das seit Jahren), dass ich es selbst war, und das weil ich ein unerschütterlicher Fan von Pedro Abrunhosa bin.
Deswegen erkläre ich hier endlich in aller Öffentlichkeit, dass man eine Platte nicht nach dem Cover beurteilen soll, dass die Dreifach(!)-CD namens Palco von 2003 dennoch fast so fragwürdig ist wie seinerzeit die Maxi-CD »Talvez Foder« (die ich mir auch nicht gekauft habe), denn die ersten zwei Live-CDs des Pakets sind kaum der Rede wert.
Die Dritte allerdings, die den Namen »Duetos« trägt und einzeln im Handel nicht erhältlich ist, lohnt den Kauf: Pedro Abrunhosa at its best, gemeinsam mit Lenine, Sandra de Sá, Zélia Duncan, ein »Deep Radio Mix« des zuvor mit Lenine intonierten »Diabo no Corpo« sind allemal ihr Geld wert.
Wer keinen CD-Spieler mehr benutzt, kann sich das alles nochmal multimedial auf dem Computer ansehen. Es stört allerdings beim Tanzen.
Ach, und die neue »Falco« werde ich mir trotzdem nicht kaufen und auch Lindenberg möchte mir bitte verzeihen: Nicht jeder, der auf der Bühne einen Hut trägt, ist gleich unerträglich. Manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall.