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correntes 1, 2, 3endlich: bücher
endlich ein freier Computer! Wie jedes Jahr scheitert das hehre Ziel, die "Correntes d'Escritas" in Echtzeit zu bloggen, am Zugang zu den zahlrieich (aber nie genug) zur Verfügung stehenden Computerarbeitsplätzen. Die portugiesischen Kollegen haben es besser. Sie bloggen über WLan oder ihre lustigen kleinen Multifunktionshandies. Und in Wahrheit ist es die Fülle an Eindrücken, die rasche Abfolge von klugen, unterhaltsamen oder einfach nur bedenkenswerten Sätzen, die von den Podien auf den Zuhörer einprasseln, die Muße zum Schreiben selten aufkommen lässt. Zum Glück gibt es die Bücher, die ebenfalls im drei-Minuten-Takt vorgestellt werden, und an denen man sich handfest entlanghangeln kann. Bereits vor der offiziellen Eröffnung stellte zum Beispiel Ivo Machado - gerade von einer Lungenentzündung genesen – seinen neuesten Lyrikband mit dem passenden Titel "O Animal de Regressos" (ed. Exodus) vor, der das 30. Jahr seiner literarischen Aktivität einläutet. Aus der Fülle der am Folgetag - dem der offiziellen Eröffnung - präsentierten Neuerscheinungen picken wir uns das aus einem Blog hervorgegangene "Quase Diário" von Yvette K. Centeno heraus: "Do Longe e do Perto" (erschienen bei Sextante). Am Donnerstag weckte vor allem Mário Lúcio Sousa, der frürere Sänger der kapverdischen Kult-Band Simentera grosse Neugier auf seinen jüngsten Roman "O novíssimo Testamento" (Dom Quixote), in dem Jesus als Mädchen auf dem Kapverden zur Welt kommt. Am Abend glänzt Mário Lúcio im improvisierten Duett mit dem frührern Trovante-Sänger Luís Represas. Der Abend endete gegen 3 Uhr (zu) früh - nichts aussergewöhnliches auf den "Correntes". Freitag steht weiter im Zeichen Afrikas: Jõao Paulo Borges Coelho stellt seine neueste Novelle "Cidade dos Espelhos" vor, und von Conceição Lima (deren Anreise aus São Tomé e Príncipe leider nicht möglich war, wird ein neuer, grossartiger Gedichtband präsentiert: "O País do Akendenguê" (beide bei Ed. Caminho). Einer der wenigen Brasilianer auf den diesjährigen Correntes ist João Paulo Cuenca, dessen Roman "O Único Final Feliz para uma História de Amor" im August in Brasilien Erfolge feierte und nun bereits in Portugal erscheint. Er redet gerade, während ich schreibe. Zu erwähnen ist noch (neben ca. 1000 anderen Dingen), dass zwei der wichtigsten Blogger der portugiesischen Literaturszene ihre Debütromane vorgelegt haben: Pedro Vieira ("Última Paragem, Massamá") und Paulo Ferreira ("Onde a vida se perde"). Beide Bücher sind bei Quetzal erschienen und - ganz traditionell bzw. logischerweise auf Papier und nicht elektronisch. Mehr dazu wie immer unter: comentários / kommentare
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Portugiesische Weinprobe am 1. und 2. Juni
Gonçalo M. Tavares liest in Frankfurt Idiomatik Deutsch-Portugiesisch – neu aufgelegt André Sant’Anna am 22.Mai bei “Brasilesen” Felipe Tadeu spricht über João Bosco Gonçalo M. Tavares: Die Versehrten Manoel de Barros ausgezeichnet Trio Corrente in der Brotfabrik Vila de Frades – Capital do Vinho de Talha Antonio Tabucchi (1943-2012)
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